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Rainer Werner Fassbinder (* 31. Mai 1945 in Bad Wörishofen, Bayern; † 10. Juni 1982 in München) war ein deutscher Regisseur, Schauspieler, Drehbuchautor, Filmproduzent, Filmeditor, Komponist und Dramatiker. Durch seine schnelle Arbeitsweise war Fassbinder in seinem relativ kurzen Leben äußerst produktiv: Er drehte über 40 Spielfilme, zwei Fernsehserien und drei Kurzfilme. Zudem hat Fassbinder 24 Theaterstücke verfasst und 4 Hörspiele produziert. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Neuen Deutschen Films der 1970er und Anfang der 1980er Jahre.

Filmografie

Drehbuch und Regie Als Schauspieler (Auswahl) Dokumentarfilme

Zur Person R. W. Fassbinders und zu seinen Filmen wurden zahlreiche Dokumentarfilme und Beiträge produziert. Fassbinder selbst war bis zu seinem Tod in fast allen Dokumentarfilmen als Gast dabei. Auch gab er Interviews und war auch in Fernsehsendungen zu sehen. Auch nach seinem Tod wurden Dokumentationen über seine Person gedreht.

Auszeichnungen

  • 1969: Gerhart-Hauptmann-Preis (Förderpreis für das Theaterstück Katzelmacher)
  • 1969: Filmfestival Mannheim-Heidelberg: Evangelischer Filmpreis für Katzelmacher
  • 1969: Preis der deutschen Filmkritik für Katzelmacher
  • 1969: Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für Buch und Regie von Katzelmacher
  • 1969: FIPRESCI-Preis der internationalen Filmpresse für Katzelmacher
  • 1970: Filmband in Gold (Produktion, Regie, Buch) für Katzelmacher
  • 1970: Filmband in Gold (Darstellung) für Liebe ist kälter als der Tod
  • 1971: Filmband in Gold (Regie) für Warum läuft Herr R. Amok?
  • 1972: Filmband in Gold (Gestaltung) für Der Händler der vier Jahreszeiten
  • 1974: Adolf-Grimme-Preis (Ehrende Anerkennung) für Welt am Draht
  • 1974: Internationale Filmfestspiele von Cannes 1974: FIPRESCI-Preis der internationalen Filmpresse für Angst essen Seele auf
  • 1974: Silberner Hugo Award für Angst essen Seele auf
  • 1974: Otto-Dibelius-Preis für Fontane Effi Briest
  • 1978: Filmband in Gold (Regie) für Despair – Eine Reise ins Licht
  • 1978: Filmband in Gold (Filmkonzeption) für Deutschland im Herbst
  • 1979: Silberner Bär auf der Berlinale 1979 für Die Ehe der Maria Braun
  • 1979: Filmband in Gold (Regie) für Die Ehe der Maria Braun
  • 1979: Filmband in Silber (Produktion) für Die Ehe der Maria Braun
  • 1979: Bronzener Hugo Award für In einem Jahr mit 13 Monden
  • 1979: Luchino- Visconti- Preis
  • 1982: Goldener Bär auf der Berlinale 1982 für Die Sehnsucht der Veronika Voss
  • 1982: Filmband in Silber (Produktion) für Lola
  • 2010: Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin
  • nach ihm ist der Rainer-Werner-Fassbinder-Platz in München benannt.
  • Literatur

  • Mario Adorf: Himmel und Erde. Unordentliche Erinnerungen. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004, ISBN 3-462-03375-1, S. 227–235.
  • Harry Baer: Das Mutterhaus: Erinnerungen an die Deutsche Eiche. Ein weltbekanntes urbayrisches Gasthaus in München. Verlag Rosa Winkel, Berlin 2001, ISBN 3-86149-201-6. (Edition Fassbinder)
  • Harry Baer: Schlafen kann ich wenn ich tot bin. Kiepenheuer & Witsch, München 1982, ISBN 3-462-01543-5.
  • Harry Baer: „Das musste ausgerechnet mir passieren“. Mein Leben mit und ohne Fassbinder. Belleville, München 2020, ISBN 978-3-946875-06-2.
  • David Barnett: Rainer Werner Fassbinder – Theater als Provokation. Henschel, Leipzig 2012, ISBN 978-3-89487-722-4.
  • Peter Berling: Die dreizehn Jahre des Rainer Werner Fassbinder. Lübbe, Bergisch Gladbach 1995, ISBN 3-404-61342-2.
  • Janusz Bodek: Die Fassbinder-Kontroversen: Entstehung und Wirkung eines literarischen Textes. Zu Kontinuität und Wandel einiger Erscheinungsformen des Alltagsantisemitismus … Weihen und seiner öffentlichen Inszenierung. Lang, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-631-43729-3.
  • Janusz Bodek: Ein Geflecht aus Schuld und Rache? Die Kontroversen um Fassbinders Der Müll, die Stadt und der Tod. In: Stefan Braese u. a. (Hrsg.): Deutsche Literatur und der Holocaust. Frankfurt am Main/ New York 1998, ISBN 3-593-36092-6, S. 351–385.
  • Janusz Bodek: Fassbinder ist nicht Shakespeare, Shylock kein Überlebender des Holocaust. Kontroversen um ‘Der Müll, die Stadt und der Tod’. In: Klaus-Michael Bogdal, Klaus Holz, Matthias N. Lorenz (Hrsg.): Literarischer Antisemitismus nach Auschwitz. Metzler Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-476-02240-0, S. 179–205.
  • Janusz Bodek: Fassbinder-Kontroversen. In: Torben Fischer, Matthias N. Lorenz (Hrsg.): Lexikon der „Vergangenheitsbewältigung“ in Deutschland. Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945. transcript, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89942-773-8, S. 230–232.
  • Thomas Elsaesser: Fassbinder's Germany: History, Identity, Subject. Amsterdam University Press, Amsterdam 1996, ISBN 90-5356-059-9.
  • Thomas Elsaesser: Rainer Werner Fassbinder. 2., überarbeitete Auflage. Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-929470-97-0.
  • Anat Feinberg: Wiedergutmachung im Programm: jüdisches Schicksal im deutschen Nachkriegsdrama. Prometheus-Verlag, Köln 1988, ISBN 3-922009-85-9.
  • Robert Fischer (Hrsg.): Fassbinder über Fassbinder. Die ungekürzten Interviews (zwischen 1969 und 1982). Verlag der Autoren, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-88661-268-6.
  • Herbert Gehr, Marion Schmid für Rainer Werner Fassbinder Foundation (Hrsg.): Rainer Werner Fassbinder: Dichter Schauspieler Filmemacher. Katalog zur Werkschau in Berlin 1992. Sonderausgabe für den Buchhandel, Argon Verlag, 1992, ISBN 3-87024-212-4.
  • Manfred Hermes: Deutschland hysterisieren. Fassbinder, Alexanderplatz. b_books Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-933557-75-9.
  • Andreas Jacke: Das Melodram, die Sucht und die Liebe: Rainer Werner Fassbinder. Königshausen & Neumann, Würzburg 2019, ISBN 978-3-8260-6813-3.
  • Peter W. Jansen, Wolfram Schütte (Hrsg.): Rainer Werner Fassbinder. Fischer Taschenbuch Verlag, Lizenzausgabe 1992, mit Genehmigung des Carl Hanser Verlags, München, 5., ergänzte und erweiterte Ausgabe 1985.
  • Alban Lefranc: Angriffe: Fassbinder. Vesper. Nico. Blumenbar Verlag, München 2008, ISBN 978-3-936738-43-8.
  • Juliane Lorenz: Das ganz normale Chaos: Gespräche über Rainer Werner Fassbinder. Henschel, Berlin 1995, ISBN 3-89487-227-6.
  • Juliane Lorenz, Lothar Schirmer: R.W. Fassbinder – Die Filme 1966–1982. Schirmer/Mosel, München 2016, ISBN 978-3-8296-0698-1.
  • Juliane Lorenz, Lothar Schirmer: R.W. Fassbinder – Film Stills 1966–1982. Schirmer/Mosel, München 2020.
  • André Müller: Entblößungen. Interviews. Wilhelm Goldmann Verlag, München 1982, ISBN 3-442-03887-1.
  • Kurt Raab, Karsten Peters: Die Sehnsucht des Rainer Werner Fassbinder. Bertelsmann, München 1982, ISBN 3-570-03117-9.
  • Jürgen Trimborn: Ein Tag ist ein Jahr ist ein Leben. Rainer Werner Fassbinder. Die Biographie. Propyläen Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-549-07426-8.
  • Michael Töteberg: Rainer Werner Fassbinder: Filme befreien den Kopf. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt 1992, ISBN 3-596-23672-X.
  • Deborah Vietor-Engländer: “Der Jud versteht sich auf sein Gewerbe”. Why Rainer Werner Fassbinder’s Der Müll, die Stadt und der Tod should not be performed in Germany. Misinterpretations, misunderstandings and controversies about this play. In: Pól O’ Dochartaigh (Hrsg.): Jews in German Literature since 1945: German-Jewish Literature? Amsterdam 2000, S. 537–548.
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