FilmeStart - Filme

Der Actionfilm ist ein Filmgenre, in dem der Protagonist in eine Reihe von Ereignissen hineingestoßen wird, die in der Regel mit Gewalt und körperlichen Höchstleistungen verbunden sind.

Das Genre zeigt in der Regel einen meist einfallsreichen Helden, der gegen unglaubliche Widrigkeiten ankämpft. Dazu gehören lebensbedrohliche Situationen, ein gefährlicher Bösewicht oder eine Verfolgungsjagd, die in der Regel mit einem Sieg des Helden endet. Dank der Fortschritte im Bereich der computergenerierten Bilder (CGI) sind Actionsequenzen und andere visuelle Effekte, für die früher professionelle Stunt-Crews eingesetzt werden mussten, heute billiger und einfacher zu realisieren. Die Reaktionen auf Actionfilme, die einen hohen Anteil an CGI enthalten, sind jedoch gemischt, da einige Filme CGI verwenden, um unrealistische, höchst unglaubwürdige Ereignisse zu schaffen. Während Action seit langem ein wiederkehrender Bestandteil von Filmen ist, begann sich das Genre des "Actionfilms" in den 1970er Jahren mit der Zunahme von Stunts und Spezialeffekten zu entwickeln.

Dieses Genre ist eng mit den Genres Thriller und Abenteuer verbunden und kann auch Elemente des Dramas und des Spionagefilms enthalten.

Definition

Viele Filme, die als "Actionfilme" bezeichnet werden, lassen sich auch anderen Filmgenres zuordnen. Terminator wurde beispielsweise als "Actionfilm" bezeichnet, ist aber in erster Linie ein Science-Fiction-Film, da er Themen wie Zeitreisen, Cyborgs und die postapokalyptische Zukunft behandelt. Ebenso ist Lethal Weapon in erster Linie ein Kriminalfilm und erst in zweiter Linie ein Actionfilm, da er eine Krimihandlung beinhaltet.

Es sind die vielen spektakulären Szenen in all diesen Filmen (mehrere Explosionen, Schlägereien, Stürze ins Leere), die ihnen die Bezeichnung "Actionfilm" eingebracht haben. Ob ein Film zum Actionkino gehört oder nicht, ist jedoch eine subjektive Beurteilung. So bezeichnen manche Kritiker Western, Peplums oder Gangsterfilme1 als "Actionfilme", was die Zuschauer nicht tun, für die "Actionfilm" gleichbedeutend ist mit großen Explosionen und Zerstörung in Serie, und die bei diesem Begriff nicht an John Wayne oder Charlton Heston denken, sondern eher an Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger.

Merkmale

Das Actionkino ist vor allem dem populären Kino zuzuordnen. Viele seiner Werke enden mit einem Happy End und basieren auf Elementen, die dem breiten Publikum vertraut sind (starker und mutiger Held, attraktive Frauenfigur, mit der er eine Affäre hat, fiese Bösewichte, humorvolle Nebenrollen usw.). Actionfilme werden oft dafür kritisiert, dass sie der psychologischen Tiefe ihrer Figuren nur wenig Bedeutung beimessen und auf stereotypen Handlungssträngen basieren, die in manchen Werken nur als Vorwand für spektakuläre Szenen dienen.

Ein weiteres Merkmal des Actionkinos ist sein bewusster Mangel an Realismus. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Held hundert bis an die Zähne bewaffnete Schurken im Alleingang tötet und allen Kugeln ausweicht, die auf ihn abgefeuert werden (True Lies), eine Explosion mit nur ein paar Kratzern überlebt (Wings of Hell) oder einen 15 Meter tiefen Sturz in ein weniger als zwei Meter tiefes Becken unbeschadet übersteht (Lethal Weapon 2). Es scheint also logisch, dass der zeitgenössische Actionfilm immer mehr zur Selbstparodie neigt (Last Action Hero).

Laut einem Filmessay eines deutschen Regisseurs hat sich die Codierung des Actionfilms vom Typ Blockbuster im späten 20. Jahrhundert zu einem chaotischen Filmstil entwickelt. Shaky Cams, häufigere Schnitte und Nahaufnahmen brachten eine Destruktion des Films mit sich und machten ihn unübersichtlicher, hyperrealistischer und zielten darauf ab, den Zuschauer zu überwältigen. Diese Veränderungen können mehrere Ursachen haben: technologische (Vervielfachung der Kameras), kulturelle (junges Publikum, das an Videospiele und sehr schnelle Bildwechsel gewöhnt ist) und gesellschaftliche (Publikum, das eher an Instantanität und bruchstückhafte Informationen gewöhnt ist). Einige zeitgenössische Spielfilme stellen sich jedoch gegen diesen Trend und bieten weniger erratische Bildausschnitte, weniger Kameras, längere Einstellungen und ausgefeiltere Choreografien, wenn es sich um Kampfszenen handelt. Beispiele hierfür sind Snowpiercer, Transperceneige, A Bittersweet Life, Mad Max: Fury Road oder die Filmreihe John Wick.

Beispiele

  1. Kung Fu Hustle (2004)
  2. Shanghai Noon (2000)
  3. Karate Kid (1984)
  4. Ninja Assassin (2009)
  5. Kill Bill (2003)
  6. Big Trouble in Little China (1986)
  7. The Fast and the Furious (2001)
  8. True Lies – Wahre Lügen (1994)
  9. Bourne Serie (2002)
  10. Mission Impossible (1996)
  11. Air Force One (1997)
  12. Tödliche Weihnachten (1996)