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Heinz Erhardt (1909 - 1979) war ein deutscher Komiker, Musiker, Unterhaltungskünstler, Schauspieler und Dichter.

Inhaltsverzeichnis

  1. Leben
  2. Humor
  3. Filmografie
  4. Auszeichnungen
  5. Literatur

Leben

Heinz Erhardt wurde am 20. Februar 1909 in Riga als Sohn des deutschbaltischen Kapellmeisters Gustl Erhardt geboren und verbrachte die meiste Zeit seiner Kindheit bei seinen Großeltern in Riga, wo sein Großvater, Paul Nelder, ein Musikhaus besaß. Sein Großvater brachte ihm auch das Klavierspielen bei.

Nach dem Ersten Weltkrieg wanderte sein Vater nach Deutschland aus. Erhardt lebte mit seiner Stiefmutter in Wennigsen bei Hannover, wo er die Schule besuchte, bis er 1924 nach Riga zurückkehrte. Ab 1926 studierte er am Leipziger Konservatorium; Erhardts Wunsch, professioneller Pianist zu werden, wurde jedoch von seinen Großeltern nicht unterstützt, die ihn als Kaufmann arbeiten lassen wollten. 1935 heiratete Erhardt Gilda Zanetti, die Tochter des italienischen Konsuls in Sankt Petersburg. Sie hatten 4 Kinder: Grit, Verena, Gero und Marita. Gero Erhardt wurde Filmregisseur und Kameramann, und sein Enkel Marek Erhardt wurde Schauspieler.

Erhardt arbeitete im Geschäft seines Großvaters und trat nebenbei als Kabarettist in mehreren Rigaer Kaffeehäusern auf, 1937 sogar im deutschen RRG-Rundfunk. Im Jahr darauf zog Erhardt nach Berlin, wo er auf einer Kabarettbühne am Kurfürstendamm auftrat. Der Brillenträger und Nichtschwimmer Erhardt wurde während des Zweiten Weltkriegs zur Kriegsmarine eingezogen, allerdings erst in der dritten Einberufung; er diente als Pianist im Marineorchester und durfte nur während der Grundausbildung mit Waffen umgehen.

1948 begann er als Radiomoderator beim öffentlich-rechtlichen NWDR zu arbeiten, inzwischen war er nach Hamburg-Wellingsbüttel gezogen. Schnell wurde er äußerst beliebt und berühmt für seine unwiderstehlichen Wortspiele und unzähligen Nonsens-Gedichte. Er trat auch in Filmen und auf der Bühne auf. In seinen Filmen spielte er meist Figuren, die seiner Bühnenrolle als Entertainer und Komiker ähnelten - er verkörperte höfliche, verklemmte Charaktere, die zu Versprechern und unkontrollierten Ausbrüchen neigten und die Bigotterie und Unaufrichtigkeit der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft entlarvten. In den 1960er Jahren war er zu einem Begriff geworden. Noch heute enden viele Familientreffen, an denen die ältere Generation teilnimmt, mit spontanen Rezitationen von Erhardts berühmtesten Stücken wie Die Made oder dem Chanson Zwei alte Tanten tanzen Tango.

1971 erlitt Erhardt einen Schlaganfall, durch den er weder sprechen noch schreiben konnte. Er war auf das Lesen und Verstehen der Sprache anderer beschränkt; diese Einschränkungen beendeten seine lange Karriere als Künstler.

Am 5. Juni 1979 starb Erhardt. Er wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg beigesetzt. Die Grabstelle befindet sich in BI 66, 605–606.

Humor

Erhardts Humor baut in erster Linie auf Wortspielen und verdrehten Redewendungen auf. In dem Gedicht "Ganz zuletzt" bekannte er sich zu den Vorbildern Erich Kästner, Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz.

Viele seiner Gedichte kreisen auf subtile Weise um die Themen Vergänglichkeit, Vergeblichkeit und Tod, sodass man sie auch dem Genre des Schwarzen Humors zurechnen kann.

Berühmt ist Heinz Erhardt auch für seine zahlreichen witzigen Gedichte. Seine Darbietungen schlossen Klavierspiel, Intonierung und Tanz, meist im kleinen Format, mit ein, was sein Profil als Alleinunterhalter abrundete. Auch kamen viele Auftritte mit Partnern hinzu, so etwa im Film mit Hans-Joachim Kulenkampff oder Peter Alexander und auf der Bühne mit Rudi Carrell oder Udo Jürgens.

Filmografie

Auszeichnungen

Literatur

 

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