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Heinrich Wilhelm „Heinz“ Rühmann (* 7. März 1902 in Essen; † 3. Oktober 1994 in Aufkirchen am Starnberger See) war ein deutscher Schauspieler und Regisseur.

Seine Rolle in dem Film Die Drei von der Tankstelle bedeutete 1930 seinen Durchbruch als Filmschauspieler. Seither gehörte er zu den prominentesten und beliebtesten Schauspielern des deutschen Films und wurde einer der bestbezahlten Filmstars der NS-Zeit. Rühmann wurde vorwiegend als komödiantischer Durchschnittstyp eingesetzt wie in seiner bekanntesten Rolle als Hans Pfeiffer in der Komödie Die Feuerzangenbowle. In der Nachkriegszeit konnte er als Charakterdarsteller an frühere Erfolge anknüpfen, so etwa im Hauptmann von Köpenick und in Es geschah am hellichten Tag. Seinen letzten Filmauftritt hatte der Schauspieler 1993 in Wim Wenders’ In weiter Ferne, so nah!. 1995 wurde Heinz Rühmann posthum die Goldene Kamera als Größter deutscher Schauspieler des Jahrhunderts verliehen.

Filmografie

Kino Darstellung Produktion Regie Fernsehen Darstellung Dokumentationen (Auswahl)

Auszeichnungen

  • 1938: Internationale Filmfestspiele von Venedig: Medaille (Schauspielerische Leistung) für Der Mustergatte
  • 1940: Ernennung zum Staatsschauspieler
  • 1940: Ehrenmitgliedschaft des dänischen Fliegerclubs
  • 1949: Internationale Filmfestspiele von Venedig: Sonderpreis (Geistvolle Darstellung der deutschen Nachkriegsverhältnisse) für Berliner Ballade
  • 1955: Ehrenmitglied der Internationalen Artisten-Loge
  • 1957: Golden Gate Award (Best Actor) für Der Hauptmann von Köpenick
  • 1957: Kunstpreis der Stadt Berlin
  • 1957: Filmband in Gold (Bester Hauptdarsteller) für Der Hauptmann von Köpenick
  • 1959: Ernst-Lubitsch-Preis
  • 1961: Preis der deutschen Filmkritik
  • 1961: Bundesfilmpreis mit dem Filmband in Gold (Bester Hauptdarsteller) für Das schwarze Schaf
  • 1962: Goldener Bambi als beliebtester Schauspieler
  • 1963: Goldener Bambi als beliebtester Schauspieler
  • 1964: Goldener Bambi als beliebtester Schauspieler
  • 1966: Goldener Bambi als beliebtester Schauspieler
  • 1966: Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 1966: Silberner Bildschirm der Zeitschrift TV-Hören und Sehen
  • 1967: Goldener Bildschirm der Zeitschrift TV-Hören und Sehen
  • 1967: Goldener Bambi als beliebtester Schauspieler
  • Literatur

  • Georg A. Weth: Heinz Rühmann Lebens-Rezepte eines unsterblichen Optimisten. Langen-Müller, München 2002, ISBN 3-7844-2854-1.
  • Franz J. Görtz, Hans Sarkowicz: Heinz Rühmann 1902–1994. Der Schauspieler und sein Jahrhundert. Beck, München 2001, ISBN 3-406-48163-9.
  • Torsten Körner: Der kleine Mann als Star: Heinz Rühmann und seine Filme der 50er Jahre, Mit einem Vorwort von Reinhard Baumgart. Campus, Frankfurt am Main / New York 2001, ISBN 3-593-36754-8 (Dissertation Humboldt-Universität Berlin).
  • Torsten Körner: Ein guter Freund: Heinz Rühmann. Aufbau, Berlin 2003, ISBN 3-7466-1925-4.
  • Torsten Körner: Rühmann, Heinz Wilhelm Hermann. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 22, Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. 219–221 (Digitalisat).
  • Hans-Ulrich Prost: Das war Heinz Rühmann. Bastei, Bergisch Gladbach 1994, ISBN 3-404-61329-5.
  • Fred Sellin: Ich brech die Herzen…, das Leben des Heinz Rühmann. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2001, ISBN 3-498-06349-9.
  • Gregor Ball, Eberhard Spiess, Joe Hembus (Hrsg.): Heinz Rühmann und seine Filme. Citadel-Filmbücher, Goldmann, München 1985, ISBN 3-442-10213-8.
  • Hans Hellmut Kirst, Mathias Forster u. a.: Das große Heinz Rühmann Buch. Naumann & Göbel / VEMAG, Köln 2001, ISBN 3-625-10529-2.
  • Michaela Krützen: „Gruppe 1: Positiv“ Carl Zuckmayers Beurteilungen über Hans Albers und Heinz Rühmann. In: Carl Zuckmayer Jahrbuch. herausgegeben von Günther Nickel, Carl-Zuckmayer-Gesellschaft. Wallstein, Göttingen 2002, ISSN 1434-7865, S. 179–227.
  • Berndt Schulz: Heinz Rühmann. Moewig, Rastatt 1994, ISBN 3-8118-3924-1 (Mit zahlreichen SW-Fotos und Filmografie).
  • Hertha Rühmann: Meine Jahre mit Heinz, Langen Müller Verlag, 2004
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